Dateizugriff für den macOS-Dienst

Wenn Sie SyncThemAll unter macOS als Hintergrunddienst betreiben, meldet er womöglich „Permission denied“ für Ordner, die ganz offensichtlich Ihnen gehören — Dokumente, Schreibtisch, Downloads, iCloud Drive, eine externe Festplatte.

Es ist nichts kaputt, und Sie haben auch nichts falsch eingestellt. macOS hält Hintergrunddienste bewusst von Ihren persönlichen Dateien fern, bis Sie etwas anderes sagen — und dieses Einverständnis müssen Sie von Hand erteilen, ein einziges Mal.

Zuerst: Brauchen Sie den Dienst überhaupt?

Die meisten nicht. Es gibt zwei verschiedene Wege, SyncThemAll ohne Fenster arbeiten zu lassen, und nur einer davon hat mit alldem hier zu tun:

Was Sie möchtenEmpfohlene Option
Die Synchronisierung läuft weiter, solange ich angemeldet bin, ohne dass das Fenster offen bleiben mussAutostart — Einstellungen → System → Im Hintergrund ausführen und Beim Anmelden starten. Kein Administratorkennwort, keine Sicherheitseinstellungen, keine zusätzlichen Schritte.
Die Synchronisierung muss laufen, auch wenn niemand angemeldet ist — ein Mac, der von selbst neu startet und weiterarbeitetDer Dienst — und dann gilt diese Seite.

Trifft die erste Zeile auf Sie zu, schalten Sie den Autostart ein und überspringen Sie den Rest dieser Seite. Der Dienst ist für Rechner gedacht, die arbeiten, ohne dass jemand davorsitzt — und genau diese Fähigkeit kostet einen zusätzlichen Einrichtungsschritt.

Warum macOS das von Ihnen verlangt

macOS schützt bestimmte Ordner — Schreibtisch, Dokumente, Downloads, iCloud Drive, Wechsel- und Netzwerkvolumes — mit einem System namens TCC. Greift eine App zum ersten Mal auf diese Ordner zu, zeigt macOS Ihnen einen Dialog: „SyncThemAll möchte auf Dateien im Ordner Dokumente zugreifen.“ Sie erlauben es einmal und denken nie wieder daran.

Ein Dienst kann an diesem Gespräch nicht teilnehmen. Er startet, bevor sich jemand anmeldet, und läuft außerhalb Ihrer Sitzung: Es gibt keinen Bildschirm für den Dialog und niemanden, der ihn beantworten könnte. In solchen Fällen rät macOS nicht — es verweigert schlicht, und zwar jedes Mal.

Administratorrechte ändern daran nichts. Bei TCC geht es nicht um Dateirechte; selbst ein Dienst mit vollen Systemrechten wird blockiert. Aus demselben Grund verlangen Backup-Werkzeuge wie Backblaze, Carbon Copy Cloner und Arq dieselbe Einstellung von Ihnen.

Die Erlaubnis muss also direkt von Ihnen kommen, in den Systemeinstellungen. Genau darum geht es im Rest dieser Seite.

Zugriff erteilen

SyncThemAll nennt Ihnen die genaue Datei, die hinzugefügt werden muss — Sie müssen also nicht danach suchen.

  1. Öffnen Sie SyncThemAll und klicken Sie in der linken Seitenleiste auf Dienst.
  2. Klicken Sie im Dialog auf Einstellungen öffnen. macOS öffnet Datenschutz & Sicherheit → Festplattenvollzugriff.
  3. Gehen Sie zurück zu SyncThemAll und klicken Sie auf Pfad kopieren. Damit landet der Ort des Dienstprogramms in der Zwischenablage.
  4. Klicken Sie in den Systemeinstellungen auf die Schaltfläche + unter der Liste. Ein Dateiauswahlfenster erscheint.
  5. Drücken Sie ⌘ + Umschalt + G, fügen Sie den Pfad ein, drücken Sie die Eingabetaste und klicken Sie auf „Öffnen“.
  6. Achten Sie darauf, dass der Schalter neben dem neu hinzugefügten Eintrag eingeschaltet ist.
  7. Zurück in SyncThemAll klicken Sie beim Dienst auf Stoppen und dann auf Starten.

Der letzte Schritt ist wichtig: macOS wendet eine neue Berechtigung erst beim nächsten Start eines Programms an, ein laufender Dienst bemerkt die Änderung also nicht, bevor er neu gestartet wurde. Die Schaltflächen „Stoppen“ und „Starten“ sitzen direkt im selben Dialog.

Der Hinweis „Der Dienst sieht Ihre Dateien noch nicht“ sollte nun verschwunden sein. Ist er es nicht, prüfen Sie, ob der Schalter aus Schritt 6 wirklich eingeschaltet ist und ob Sie die Datei aus Schritt 3 hinzugefügt haben und nicht die App SyncThemAll selbst — dazu gleich mehr.

Warum nicht einfach die App SyncThemAll hinzufügen?

Weil der Dienst ein eigenständiges Programm mit eigener Identität ist und macOS diese Berechtigungen pro Programm führt. Ein Zugriff, der der App erteilt wurde, gilt nicht für den Dienst und umgekehrt. Der Pfad, den Sie in Schritt 3 kopieren, zeigt in das App-Paket hinein, auf das Programm, das der Dienst tatsächlich ausführt:

SyncThemAll.app/Contents/Resources/engine/syncthemall

Der Finder blendet das Innere von App-Paketen normalerweise aus — deshalb springt Schritt 5 mit ⌘ + Umschalt + G direkt zum Pfad. Wenn Sie die Datei lieber mit der Maus in die Liste ziehen, verwenden Sie im SyncThemAll-Dialog statt Pfad kopieren die Schaltfläche Im Finder zeigen — sie öffnet den Ordner mit bereits ausgewählter Datei.

Was sich nach der Freigabe ändert

Der Dienst kann nun Ihre Ordner lesen und beschreiben — auch die, die Sie synchronisieren. Zwei Folgen sollten Sie vorher kennen:

Vom Dienst erstellte Dateien gehören dem System, nicht Ihnen. Lädt der Dienst eine Datei in Ihren Ordner „Dokumente“ und wollen Sie sie später im Finder löschen oder umbenennen, fragt macOS nach Ihrem Kennwort. Das ist normal: Die Datei wurde von einem Programm auf Systemebene erstellt. Dieselbe Datei aus SyncThemAll heraus zu löschen, geht ohne Nachfrage.

Die Berechtigung bleibt bei genau diesem Programm. Verschieben Sie SyncThemAll in einen anderen Ordner oder installieren Sie es so neu, dass das Programm ersetzt wird, müssen Sie es unter Umständen erneut hinzufügen. Gewöhnliche Updates behalten die Berechtigung.

Zugriff wieder entziehen

Öffnen Sie Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Festplattenvollzugriff, wählen Sie den Eintrag aus und schalten Sie ihn entweder ab oder entfernen Sie ihn mit der Schaltfläche −. Der Dienst läuft weiter; er sieht Ihre persönlichen Ordner nur nicht mehr. Wenn Sie den Dienst aus SyncThemAll entfernen, löschen Sie auch den Eintrag — er zeigt dann auf nichts mehr.

Kommen Sie nicht weiter?

Bleibt der Hinweis nach einem Neustart des Dienstes bestehen, oder meldet der Dienst Zugriffsfehler bei einem Ordner, der gar nicht zu den geschützten gehört, schreiben Sie uns — mit dem Pfad des Ordners und dem, was der Dienst-Dialog anzeigt. Diese Kombination zeigt uns sofort, ob macOS den Zugriff blockiert oder etwas anderes dahintersteckt.